Aktivierung der regionalen Wirtschaft im Auland Carnuntum

Die Wirtschaftskammer Bruck/Leitha und der Regionalentwicklungsverein Auland Carnuntum starten gemeinsam ein völlig neuartiges Projekt: Die lokalen und regional tätigen Unternehmen entwickeln sich zu "Auland Carnuntum Markenbetrieben" - bereits jetzt sind über 100 Betriebe dabei...


Ausgangssituation

Datei download: PDFUnterlagen des Workshops

Auland Carnuntum liegt zwischen den europäischen Ballungsräumen Wien und Bratislava und wird daher vielfach als eine der aufstrebendsten Regionen Europas bezeichnet. Doch viele KMU´s in der Region spüren von diesem Wirtschaftsaufschwung wenig bzw. sind sie subjektiv in einer immer drückender werdenden Konkurrenzsituation. Viele Familienbetriebe bangen um ihre Betriebsnachfolge. Doch es zeichnet sich eine Trendwende ab. Dieser ins Positive kippende, beginnende Trend soll durch verschiedene Maßnahmen verstärkt werden:

UnternehmerInnen-Plattform Auland Carnuntum

Die Unternehmer/innen-Plattform ist eine gemeinsame Initiative der Wirtschaftskammern Bruck/Leitha und Gänserndorf und des Regionalentwicklungsvereins Auland Carnuntum. Sie gliedert sich in

a) Wirtschaftsforum Auland Carnuntum

  • Strategische Diskussionen und Gesamtsteuerung des Prozesses
  • Information über gesamtregionale Entwicklungen und Aktivitäten
  • Diskussion von Projektideen und Mitarbeit beim Aufbau von Projektteams
  • Stabile Teilnehmerschaft, um die Kontinuität der Arbeit zu gewährleisten

b) Wirtschaftsstammtische

  • Information über Wirtschaftsaktivitäten in der Region
  • Information über Möglichkeiten zur Mitarbeit
  • Meinungs- und Erfahrungsaustausch
  • Offene Ideen- und Projektworkshops
  • Externe Impulse (z.B. Bericht über erfolgreiche Regionalprojekte anderswo)
  • „Offene Runde“ (Teilnahme je nach Interesse und zeitlichen Möglichkeiten)

c) Projektteams

  • Vorbereitung, Steuerung und Umsetzung von Projekten

Auland Carnuntum - Markenbetriebe

Im Auland Carnuntum Wirtschaftsforum wird von Beginn an die Idee einer regionalen Markenbildung, eines regionalen Qualitätszertifikats, diskutiert. Wie schwierig das ist, wurde bereits beim Aufbau der „Auland – Wirte“ deutlich. Branchenspezifische Qualitätszertifizierungen und Marketingverbünde (Wirtshauskultur,...), die überregional sind, lassen eine regionale Initiative mit dem Schwerpunkt „Qualität“ nur schwer zu bzw. wenig sinnvoll erscheinen. Und ein branchenübergreifendes spezifisches „Regionsthema“, das Anlass für eine regionale Wirtschaftsmarke sein könnte, wird im Wirtschaftsforum derzeit (noch) nicht gesehen.

Es wurde daher beschlossen, eine regionale Wirtschaftsmarke für jene Betriebe zu entwickeln, die in besonderer Weise

  • einen Regionsbezug aufweisen
  • einen Beitrag für die regionale Entwicklung leisten
  • regionales Engagement wahrnehmen
  • hrer regionalen Verantwortung nachkommen.

Im Rahmen dieses Projekts sollen mit externer fachlicher Beratung/Betreuung die Kriterien für die regionale Wirtschaftsmarke entwickelt werden. Ebenso soll ein Marketing- und pr-Konzept erstellt und ein Projektplan erarbeitet werden. Die Projektumsetzung soll in einem Folgeprojekt erfolgen.

Der Projektschritt soll ab September 2007 umgesetzt werden. Das Projektteam soll v.a. aus den Mitgliedern des Wirtschaftsforums Auland Carnuntum bestehen, wobei alle Wirtschaftstreibenden im Rahmen von Wirtschafts-Stammtischen oder im Internet die Möglichkeit haben, ihre Ideen und Anregungen in das Projekt einfließen zu lassen.

Imagekampagne für die regionale Wirtschaft

Zur Unterstützung der Aktivierung der regionalen Wirtschaftstreibenden ist eine gemeinsame Imagekampagne für die regionale Wirtschaft geplant. Aufbauend auf die Erfahrungen des Projekts „PRO NAH – Nahversorgung ist Lebensqualität“ soll durch Aktionen in Schulen, durch eine Plakataktion, durch Hervorheben der beteiligten Unternehmen sowie durch Wettbewerbe auf die Bedeutung der Nahversorger und der regionalen Wirtschaft hingewiesen werden.

Die Anregung zur Imagekampagne kam von den regionalen Nahversorgern (vertreten durch Kaufhaus Schmutterer, Trautmannsdorf), die eng in die Konzeption und Umsetzung eingebunden sind. Die Kampagne wird nicht FÜR die regionale Wirtschaft, sondern MIT ihr geplant und umgesetzt. Durch diese enge Einbindung erfolgt eine Aktivierung und Motivation, gemeinsam „etwas zu tun“, die positive Auswirkungen auf die Bildungsbedarfserhebung einerseits und auf die geplanten Qualifizierungs- und Marketingaktivitäten andererseits haben.

Einzelne Projektschritte:

  • Einladung sich am Projekt zu beteiligen und Info-Abend für alle Betriebe die mitmachen wollen
  • Ankündigung in der NÖN inkl. Präsentation aller teilnehmenden Betriebe
  • Zusammenarbeit mit Schulen (Bezirksschulrat) und Kindergärten
  • Ausstattung der Betriebe mit pr-Materialien
  • Promi-Jury kürt SiegerInnen diverser Aktivitäten und Wettbewerbe
  • Veröffentlichung der Sieger und der besten Betriebe in NÖN, REVAC und Kurier
  • und Ankündigung weiterer Aktivitäten

PR-Materialien (Malblätter, Sammelsticker, 32 Wort-Bild Motive)

Datei download: WordIdeenmappe für Schulen

Presseartikel

Promijury wählte die Top-Unternehmer der Region Auland Carnuntum

Am Freitag den 4. Mai 2007 wurden die Top-Unternehmer in der Kirchengasse (Höhe Fa. Deyssig) bekannt gegeben.

Die Promijury kürte die Top-UnternehmerDie Top-Unternehmer sind:

  • Friseursalon - Jürgen Huber, Bruck/Leitha
  • Palmers - Elisabeth Rittler, Bruck/Leitha
  • Restaurant Haslauerhof - Roland Lukesch, Haslau/D.
  • Spar-Markt - Walter Schmutterer, Trautmannsdorf

Fotos der Siegerehrung

Ende der PR-Initiative

Abschlussevent in BruckDer "Abschluss des Anfangs" wurde in Bruck/L. in der Fussgängerzone, in Mannersdorf bei einem Abendeinkauf und in Hainburg in der Volksschule gefeiert. Die PR-Initiative war nur die erte Phase der Wirtschaftsoffensive.

Fotos der Abschlußveranstaltung in Bruckl/L.

 

Aktivierende Befragung und Intensiv-Interview

Workshop derWirtschaftskammerIm April 2007 wurde von der Wirtschaftskammer Bruck an der Leitha an alle UnternehmerInnen im Bezirk ein Fragebogen verschickt, in dem die UnternehmerInnen eingeladen wurden, ihre Ideen für eine wirkungsvolle Aktivierung der regionalen Wirtschaft einzubringen. Die Grundlage für den Fragebogen wurde am 15.3.2007 bei einem Wirtschaftsworkshop in der WK Bruck/Leitha geschaffen. Moderiert wurde der Workshop von DI Johannes Brandl, SPES-Akademie. Aus den Ergebnissen "destillierte" Mag. Klaus Thien, Bildungsforscher am Österr. Institut für Erwachsenenbildung, den Fragebogen.

Datei download: PDFFragebogen für alle Betriebe im Bezirk Bruck/Leitha

Der Fragebogen wurde Anfang Mai 2007 ausgewertet. Die Ergebnisse sind wiederum Grundlage für "Aktivierende Interviews" von 150 UnternehmerInnen in der Region: 10 geschulte InterviewerInnen (v.a. StudentInnen mit Wirtschaftsbezug) führen die Interviews durch, wobei ein Gespräch ca. 1 Stunde dauern wird. Diese Intensivinterviews werden über den Sommer 2007 vom ÖIEB ausgewertet und dann intern mit SPES, Auland Carnuntum und Wirtschaftskammer diskutiert.
 
Die Ergebnisse sind Grundlage für 3 regionale Wirtschafts-Workshops (Hainburg, Bruck, Mannersdorf) im September 2007. Dort sollen

  • konkrete Projekte ausgearbeitet werden, die dann u.a. bei LEADER zur Förderung eingereicht werden.
  • die Grundlagen für die regionale Wirtschaftsmarke erarbeitet werden.

Ab Herbst 2007 geht die "Aktivierung der regionalen Wirtschaft" also von der Planungs- in die Realisierungsphase! - Dabei geht es natürlich auch darum, die neu erarbeiteten in bestehende Aktivitäten (wie die Aktionen der Werbegemeinschaften; das "frische Bruck"; die genzüberschreitenden Projekte usw.) zu integrieren.

Presseartikel:
NÖN, 16. Mai 2007
Befragung_Unternehmer setzen auf Gemeinschaft